Rodung am Appelhoffweiher: Was steckt dahinter?

Viele Spaziergänger und Anwohner haben sich in den letzten Wochen gewundert: Am Appelhoffweiher, zwischen der neu geschaffenen Hundewiese und der Seebek, wurden sämtliche Sträucher entfernt. Was hat es mit dieser Maßnahme auf sich? Ich habe nachgefragt.

Zunächst stellt der Senat klar: Die Sträucher wurden nicht gerodet, sondern "auf Stock" gesetzt. Das bedeutet, dass sie zurückgeschnitten wurden, aber wieder austreiben werden. Dieser sogenannte Stockschnitt ist eine vorbereitende Maßnahme für ein geplantes Bauprojekt: Eine Regenwasserbehandlungsanlage soll hier entstehen. Sie wird das Niederschlagswasser aus den umliegenden Straßenflächen aufnehmen und behandeln.

Verantwortlich für den Gehölzschnitt ist HAMBURG WASSER. Das Unternehmen hat die Maßnahme geplant, beauftragt und in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Wandsbek durchgeführt. Auch die Fläche selbst gehört dem Bezirksamt Wandsbek, das sie verwaltet und nutzt.

Die geplante Regenwasserbehandlungsanlage soll in Zukunft dazu beitragen, das anfallende Niederschlagswasser gezielt zu reinigen und somit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Wasserqualität in der Region leisten.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    E. Heilmann (Samstag, 01 März 2025 13:40)

    Schade um die Bäume am Ufer, aber vielleicht ließ sich das nicht umgehen -. Hierzu:

    Labor Praxis - 13.03.2024 Quelle: Pressemitteilung UFZ Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle
    "Studie zeigt Chemikalienbelastung in 22 Fließgewässern - Chemische Fußabdrücke in europäischen Flüssen kartiert"
    Trotz fortschrittlicher Kläranlagen gelangen zahlreiche Chemikalien aus Industrie, Landwirtschaft und Medizin in die Fließgewässer... https://www.laborpraxis.vogel.de/chemikalien-in-europaeischen-fluessen-gefahren-und-auswirkungen-a-74e9021508f8aaaa955a27605d81f18b/?cmp=nl-102&uuid=c1a876566d5446dce4edf17b46455d6a&fbclid=IwY2xjawIv3q1leHRuA2FlbQIxMAABHbd2Hl3sM3izQVYJYvs91RtQS91wPeT0tsfa1eJd-_IktxtNcK6T0tM7jA_aem_fwPVZ6pTtg-F7uSik4GlWw

  • #2

    E. Heilmann (Samstag, 01 März 2025 13:42)

    UBA - 65/2019 - TEXTE - "Vorkommen von Duftstoffen aus Wasch und Reinigungsmitteln in Abwasser und Oberflächengewässern Literaturstudie" - Auszug:
    Kurzbeschreibung: Vorkommen von Duftstoffen aus Wasch- und Reinigungsmitteln in Abwasser und Oberflächengewässern Ziel der Literaturstudie ist es, das verfügbare Wissen zum Eintrag und Verbleib aus-gewählter Duftstoffe in der Umwelt zusammenzufassen und damit dem Auftraggeber Entscheidungshilfen für eine Politikberatung zur Verfügung zu stellen. Hierzu wurde eine umfassende Recherche der vorhandenen deutsch- und englischsprachigen Veröffentlichungen zu Analysemethoden und Funden zu Duftstoffen aus Wasch- u. Reinigungsmitteln in verschiedenen Umweltkompartimenten durchgeführt. Insgesamt wurden zu den ausgewählten 30 Duftstoffen über 600 Einzelwerte aus über 90 Arbeiten zusammengetragen und dokumentiert. Moschusverbindungen waren von den Recherchen ausgeschlossen. Lediglich zu zwei Duftstoffen (alpha-Butylcinnamaldehyde und Isocyclocitral) wurden keine Monitoringdaten gefunden. Die recherchierten Daten beziehen sich überwiegend auf Zu- und Abläufe von Kläranlagen, die 69% aller ausgewerteten Dateneinträge ausmachen. Rund 21% der Einträge beziehen sich auf Monitoringdaten von Oberflächengewässern (Flüsse, Seen), die restlichen 10% auf Monitoringdaten zu Sedimenten, Grundwasser, Meerwasser, Regenwasser u.a. In einigen Arbeiten ist die Aussage zum Umweltvorkommen durch relativ hohe LOD im µg/L-Bereich deutlich eingeschränkt. Hauptergebnis der Literaturstudie ist, dass die Duftstoffe OTNE, alpha-Isomethyl Ionone, Benzyl Alcohol, Benzyl Salicylate, Cinnamyl Alcohol, Citral, Eugenol, Hexyl Cinnamal, Isoeugenol, Lialal, D-Limonen und Methyl-dihydrojasmonate in Kläranlagenabläufen nachgewiesen werden. Es wird daher empfohlen diese in künftigen Monitoringprogrammen zu berücksichtigen... https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-06-24_texte_65-2019_bericht_duftstoffe_monitoring.pdf?fbclid=IwY2xjawIv39NleHRuA2FlbQIxMAABHfcCwJLvunXW4pLBo_10iRdV9lGV0aaehl3KcP-7-3smNkT5QHz95M6s8w_aem_k0tC9gZPaOYmNMw17Gl9Pg

  • #3

    E. Heilmann (Samstag, 01 März 2025 13:44)

    en von Duftstoffen aus Wasch und Reinigungsmitteln in Abwasser und Oberflächengewässern - Literaturstudie" - Auszug: Wasch- und Reinigungsmitteln werden in vergleichsweise großen Mengen eingesetzt. Darin enthalten sind auch Duftstoffe, die als ökotoxikologisch bedenklich eingestuften werden. Ein Teil davon gelangt über den Kläranlagenpfad in die Umwelt... https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/vorkommen-von-duftstoffen-aus-wasch?fbclid=IwY2xjawIv4EJleHRuA2FlbQIxMAABHWl05Os3QjALvq_LAjxuUQu34GkvLjkZz9m7zBrHH9l0o3173i4oNHeftA_aem_t5_LEvReCueis9cJ4931ZQ

  • #4

    E. Heilmann (Samstag, 01 März 2025 13:45)

    Labor Praxis - 24.04.2024 Quelle: Pressemitteilung TU Wien
    Wasseraufbereitung - "Nanonetze fangen Giftstoffe aus dem Wasser"
    In der Textilindustrie kommen teilweise noch Farbstoffe zum Einsatz, die in der Umwelt Schäden anrichten können. Forscher der TU Wien haben nun Netze aus Nanofasern entwickelt, die toxische Farbstoffe aus Wasser filtern. Die Nanofasern basieren auf Zellulose-Abfällen, etwa von alten Pappbechern... https://www.laborpraxis.vogel.de/nanofasern-aus-zellulose-effektive-filter-fuer-toxische-farbstoffe-a-d34ee4e53ffb5db642108129462e45a8/?cmp=nl-102&uuid=c1a876566d5446dce4edf17b46455d6a&fbclid=IwY2xjawIv4JlleHRuA2FlbQIxMAABHfh5ntVPj8-FFM2IoGmZTqPWARLo8SJqBSL4966tkTYbmjVOHVWkZUywhg_aem_-jiB6z0QSVclHRNq0Eybbg

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